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Rohralternativen im Vergleich

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Rohre aus unbehandelten Eisen und Kupfer

Für viele Jahre waren Kupferrohre oder Rohre aus unbehandeltem Eisen die absoluten Favoriten für die Installation von Druckluftsystemen.

Durch die Fortschritte in der Werkstofftechnik wurden thermoplastische Rohre zu einer sicheren und ökonomischen Alternative.

Der große Vorteil der Metallrohre, -leitungen und -verbindungen liegt darin, dass die Installateure mit ihnen und den Installationstechniken vertraut sind. Rohre aus unbehandeltem Eisen sind billig, aber die Installation ist sehr zeitaufwendig und arbeitsintensiv. Dazu kommt noch, dass an den Verschraubungen oft Leckagen entstehen. Das hat wiederum höhere Betriebskosten zur Folge, weil die Kompressoren länger laufen müssen, um den Verlust durch das Leck zu kompensieren. Obwohl die Kupferrohre und -verbindungen weniger Leckagen aufweisen, ist Kupfer teurer und die Installation ist ebenfalls sehr arbeitsintensiv, insbesondere, wenn es um größere Durchmesser geht.

 

Aber das sind noch nicht alle Nachteile von Rohrleitungssystemen aus Metall. Korrosionen an den Innenwänden können Ablagerungen und Lochfraß verursachen. Wenn sich die Abfallprodukte der Korrosion mit Feuchtigkeit und anderen Verunreinigungen vermischen, lagern sie sich an den Innenwänden der Rohre und Verbindungen ab und führen so zu einer erhöhten Rauhigkeit. Der Innendurchmesser wird unebener, was einen erhöhten Druckverlust im System zur Folge hat. Wiederum erhöhen sich die Kosten bei einer reduzierten Effizienz des Druckluftsystems.

Und, was vielleicht noch bedeutender ist, die Partikel können sich lösen und Endgeräte verstopfen oder schädigen.

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PVC-Rohre

Auf Grund der vielen Nachteile haben die Anwender nach Alternativen zu den gebräuchlichen Metallrohren und -schläuchen gesucht. In den letzten zehn Jahren wurden Industriekunststoffe als attraktive Alternative zu Metallrohren weiter entwickelt.

 

PVC-Rohre sind relativ preiswert, leicht zu installieren, haben nur ein geringes Gewicht und sind resistent gegen Korrosionen. PVC hat jedoch den großen Nachteil, dass es brüchig ist. Ein versehentlicher Stoß kann zum Splittern des Rohrs und einer Gefährdung des in der Nähe befindlichen Personals führen. Die meisten Hersteller von PVC-Rohren warnen wegen einer potenziellen Haftung vor der Verwendung von PVC für Drucklufteinrichtungen. Das "Plastic Piping Institute" stellt in seiner Empfehlung B fest, dass Kunststoffrohre für den Transport von Druckluft in oberirdischen Systemen, wenn nicht anders vom Hersteller angegeben, durch bruchsichere Verkleidungen geschützt werden sollten.

Achtung:

In einigen Staaten hat die Occupational Health and Safety Administration (OSHA) begonnen, die Verwendung von spröden Kunststoffen wie PVC für diese Anwendungen zu verbieten und weitere Staaten werden folgen.

Die strengsten Regeln wurden von der Kalifornischen OSHA aufgestellt. Sie enthalten 5 Tests, ähnlich wie die Anforderungen für die Kennzeichnung von Rohren und Verbindern. Diese Tests enthalten einen Langzeittest für Hydrostatik, einen Kurzzeittest für Rohrbruch und 3 spezielle Schlagtests – alle zusammen für die Sicherheit und Dehnbarkeit des Systems.
Die Schlagtests werden unter anderem bei einem gefrorenen Druckluftrohr mit einem stumpfen, einem spitzen sowie mit einem halbkugelfömigen Bolzen in unterschiedlichen Stärken durchgeführt.
Hersteller sind aufgefordert, die Ergebnisse dieser Tests zur Prüfung auf Anfrage vorzulegen.

Falls Sie ein Kunststoffsystem planen, ist es aus Sicherheitsgründen wichtig, dass Ihr Lieferant die Cal-OSHA-Regeln anwendet, je nachdem in welchem Staat das System installiert wird.